Die Jury (Christel Matthes, Quinka Stoehr und Franziska Tippmann) der 22. „blicke. filmfestival des ruhrgebiets“  hat den „Querdenker-Preis“ 2014, mit 600 EUR von der Zeitschrift „Trailer“ ausgestattet, an den Film „Das übersteigt die Vorstellungskraft“ vergeben.

Laudatio:
Friede den Hütten, Krieg den Palästen bei Pommes mit Mayo für 2, 80 endet der besprochene Film bei Büchner. Drei alte Herren als Wutbürger führen uns durch den Film und stellen eine Verbindung zwischen Christos Verpackung des Gasometers in Oberhausen und dem daneben liegenden Konsumtempel ‚Cola Oase‘ her, was sich auch in der Montage des Filmes widerspiegelt. Wir begehen mit den genannten Herren den verhüllten Gasometer und sehen nur in der Entfernung begeisterte Kunstgenießer, während eine Schulklasse über Kunstzwang stöhnt und unsere Protagonisten über das Nichts reflektieren: das übersteige die Vorstellungskraft; dieser sterilisierte Präservativ eines Riesen.
Der Film stellt sich quer zur allgemeinen Christobegeisterung und  verweigert sich zugleich auch jeder bildlichen Ästhetik, in dem er zumeist die Perspektive von unten wählt und wir dem Pommes zuschauen, während dieser mit Mayo im Mund verschwindet. Dabei schrammt der Film auf der Eitelkeitsrille, ohne dies zu verstecken und ist doch witzig und hintersinnig. Wir verleihen ihm den Querdenkerpreis, denn wir finden, das kann nicht oft genug gesagt werden: „Friede den Hütten, Krieg den Palästen“. Denn wo sie Recht haben, da haben sie Recht – diese alten Grantler.

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