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Spuren der Ohnmacht

15 Kurzfilme zur Erinnerung an eine Performance meines Freundes, des Künstlers Robert Bosshard, wie sie vom 1. bis zum 10. Mai 2009 im Schutz der Gastfreundschaft von Manfred Springer im Öffnet externen Link in neuem FensterMaschinenhaus der Zeche Carl in Essen stattfand.

Kamera, Schnitt, Produktion: Tom Briele

01. Hunger: Fragen des Kollegen und Zeitungsmachers Öffnet externen Link in neuem FensterJürgen Grislawski an Robert Bosshard nach dessen Herstellungsweise seiner Retrospektive „Spuren der Ohnmacht – 40 Jahre Ruhrgebiet“ in gemeinsamer Zuneigung zu Tacker und Kabelbinder. (Länge: 05‘07“)

02. Mitleid: Erprobung des im Design der Essener Architektin Öffnet externen Link in neuem FensterSabine Weismüller realisierten Ausstellung anlässlich der Feier zum 1. Mai 2009 in Altenessen, im durch den Kohlebergbau geprägten Norden des Ruhrgebiets. (Länge: 05‘35“)

03. Deutung: Stimmungsbild von der durch die Punkrockgruppe „Space Brothers“ (Eddy und Till Steinebach) umspielten Vernissage der zehntägigen Performance (mit einem Kurzhinweis auf die Eröffnungsreden von Öffnet externen Link in neuem FensterBernd Thunemeyer und Öffnet externen Link in neuem FensterPeter Strege). (Länge: 03‘00“)

04. Verzweiflung: Qualitätsstudie zu einzelnen Bildern von Bosshard durch einen anonymen Passanten unter dem Aspekt subjektiver Gefälligkeit, und mittels des Kunsthistorikers und Journalisten Rolf Stefaniak unter dem der kulturellen Relevanz. (Länge: 04‘23“)

05. Verschieden: Zur Feier der Ausstellungsbesucher nutzte Öffnet externen Link in neuem FensterTendi Bosshard das Festbankett um die Herkunft des Künstlers zu verkörperlichen und das Geheimnis preiszugeben, wie man sich am besten vor dessen Aggressionen schützt. (Länge: 03‘08“)

06. Lösung: Eine Reflektion des überwältigenden Erlebnisses ungefähr dreißig Jahre lang mit dem sowohl bünzlihaft romantischen wie auch dialektisch besserwisserischen Typen Robert Bosshard verbunden gewesen zu sein durch Marie und Katrin Bosshard. (Länge: 06‘56“)

07. Verschiebung: Bosshard intoniert die melodramatische Ballade über das schwere Schicksal der Schweizer Künstlerin Annemarie von Matt und wird dabei empathisch vom Klarinettisten Öffnet externen Link in neuem FensterRainald Schückens begleitet. (Länge: 04‘01“)

08. Heimaterde: im Rahmen einer „Tour de Ruhr“ benutzt Bosshard als Reiseleiter , in Begleitung der Filmemacher Öffnet externen Link in neuem FensterGabriele Voss und Öffnet externen Link in neuem FensterChristoph Hübner am Drehort Öffnet externen Link in neuem Fenster„Prosper Ebel“, den Bus als Kamera, die äußere Wirklichkeit als Fiktion und den Traum als Realität. (Länge: 08‘20“)

09. Auslieferung: Innerhalb der Ausstellung malt Bosshard ein in Öl auf Leinwand gemaltes Portrait von den Gästen Öffnet externen Link in neuem FensterAlmuth und Hartmut Dreier. Die dreistündige Sitzung gestaltet sich zur Skizze einer Autobiographie des Künstlers. (Länge: 09‘56“)

10. Normalität: Der Film Öffnet externen Link in neuem Fenster„Drinnen, das ist wie draußen, nur anders“ von Michael Mrakitsch spielte im psychiatrischen Großkrankenhaus, in dem Bosshard während sieben Jahren als klinischer Soziologe tätig war und woraus er die wichtigsten künstlerischen Impulse erntete. (Länge: 03‘58“)

11. Die Faust: Die Autorin, Schauspielerin und Regisseurin Öffnet externen Link in neuem FensterChristine Sohn, Bosshard's Vorbild und Lehrerin für seine performativen Auftritte, präsentierte im Rahmen der Ausstellung ihre Coverversion für eine Person solo von Goethes Faust (bis zum Auftritt Gretchens) … als Pausenverdichtungs-Montage. (Länge: 04‘43“)

12. Verlust: Das Öffnet externen Link in neuem FensterEckard Koltermann Trio (Koltermann bcl, Hammer g, Krämer dr) hat sich im Rahmen der Ausstellung mit Bosshard zusammengetan, um das Theaterstück „Imbiss“ des Agentenkollektivs (Schrooten, Bosshard) zur Seifenoper umgemodelt zu realisieren. (Länge: 09‘32“)

13. Ratlosigkeit: Lustig, wie hilflos man bei der momentanen kulturpolitischen Verfasstheit des Stillstands und der Ignoranz mit seinen mobilisierend gemeinten „Spuren der Ohnmacht“ vor den Türen der Produktionsorte für Künste verweist (feat. Manfred Springer). (Länge: 04‘48“)

14. Stoffwechsel: Der Herausgeber und Macher der Wochenzeitung „Werkberg“ Jürgen Grislawski kommentiert den Akkulturationsprozess des Schweizers Bosshard vom alpenländischen Bergarbeiter zum Ruhrkumpel am Beispiel der Veranstaltung. (Länge: 06‘27“)

15. Abschluss: Im Rahmen der Finissage organisierten die Psychoanalytiker Öffnet externen Link in neuem Fenster Öffnet externen Link in neuem FensterJohannes Döser und Öffnet externen Link in neuem FensterMichael Steinbrecher eine sogenannte Balintgruppe, im deren Rahmen die Anmutung eines schwierigen Bildes von Bosshard kollektiv reflektiert wurde, ein Traum wird Wirklichkeit! (Länge: 05‘15“)